Angebote für Kinder mit besonderem Förderbedarf

Foto: Henning Hraban Ramm, pixelio.de

Ist die Entwicklung eines Kindes so beeinträchtigt oder verzögert, dass

Frühförderung als ambulante Maßnahme neben dem Kindergarten nicht ausreicht,

hat das Kind Anrecht auf Förderung in der Integrationsgruppe eines Kindergartens

oder in einem Sonderkindergarten. Die Kinder besuchen diese Einrichtungen

mindestens fünf Stunden an fünf Wochentagen. Die Kosten werden in der Regel vom zuständigen Sozialamt, Bereich Eingliederungshilfe, übernommen. Hierfür ist ein schriftlicher Antrag notwendig. Antragsformulare erhält man in den Integrationseinrichtungen oder im


Amt für Teilhabe und Soziales

Besondere soziale Leistungen

26105 Oldenburg


Es gibt drei Formen der institutionellen Betreuung und Förderung von Kindern mit Behinderungen oder erhöhtem Förderbedarf:

  1. Einrichtungen und Gruppen ausschließlich für Kinder mit Behinderungen (Sonderkindergärten, heilpädagogische Kindergärten o.ä.).
  2. Einrichtungen und Gruppen mit der gemeinsamen Betreuung und Förderung von Kindern mit und ohne Behinderungen (Integrationsgruppen).
  3. Einzelintegrative Maßnahmen, in denen einzelne Kinder mit Behinderungen in einer Regelkindergartengruppe gefördert werden, wobei das Angebot zweckentsprechend gestaltet werden muss (Gruppengröße, Personalausstattung, Raumangebot).

1. Heilpädagogische Kindergärten sind speziell für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf ausgelegt und ergreifen individuelle Fördermaßnahmen. In der Regel werden hier Kinder in Gruppen mit 6 bzw. 8 Kindern betreut und gefördert.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf erfahren üblicherweise verschiedenartige Therapien wie beispielsweise Ergotherapie, Logopädie oder Krankengymnastik. Diese Therapien haben einen festen Platz im Alltag des Kindergartens und werden dementsprechend vor Ort durchgeführt. Der Kindergarten im Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte bietet außerdem eine Förderung der Hör-, Sprech- und Sprachentwicklung. Im Sprachheilkindergarten der AWO ist man auf professionelle Sprachförderung und Sprachtherapie spezialisiert.


2. In integrativen Kindergartengruppen dürfen nach der 2. DVO KiTaG höchstens 18 Kinder betreut werden, davon mindestens zwei, höchstens vier Kinder mit anerkanntem Förderbedarf. Neben den pädagogischen Fachkräften, die in jeder Kindergartengruppe tätig sein müssen, wird hier zusätzlich eine heilpädagogische Fachkraft gefordert, die für die Förderung der Kinder mit Eingliederungshilfebedarf zuständig ist.


3. Unter bestimmten Voraussetzungen können Kinder mit anerkanntem Förderbedarf in einer Kindergartenregelgruppe betreut und gefördert werden. Insgesamt darf die Gruppengröße 20 Kinder nicht überschreiten. Es müssen mindestens zehn, auf drei bis fünf Werktage verteilte Wochenstunden, individuell auf das Kind mit Behinderungen ausgerichteten heil- oder sonderpädagogischen Fördermaßnahmen erbracht werden.


Von der gemeinsamen Förderung und Betreuung profitieren Kinder mit und ohne Behinderung gleichermaßen. Sie erfahren, dass Kinder unterschiedliche und veränderliche Befähigungen, Lebensbedingungen und Entwicklungswege haben können.


Eine aktuelle Übersicht über die Kindertagesstätten mit Integrationsgruppen und die Sonderkindergärten mit den jeweiligen Betreuungszeiten finden Sie im Folgenden als Link oder können beim Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg angefordert werden (Tel. 235-2816).

Übersicht über die Kindertagesstätten mit Integrationsgruppen und die Sonderkindergärten


Die Anmeldung für einen Integrationsplatz erfolgt jeweils im Januar für das neue Kitajahr ab August über den Link "Kind anmelden" (siehe oben links).

Der Zugang zum Sprachheilkindergarten und zum Landesbildungszentrum erfolgt über das Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg (Terminvereinbarung unter Tel. 235-8645).

Krippenbetreuung von Kindern mit Behinderung

Ab dem 01.08.2012 gelten für die Betreuung von Kinder mit Behinderung im Alter unter drei Jahre in Krippen und Kleinen Kindertagesstätten die Regelungen des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie.
In Oldenburg wurden im Jahr 2010 durch eine Arbeitsgruppe sechs Krippeneinrichtung ausgewählt, die eine wohnortnahe Betreuung von Kindern mit Behinderung im Alter unter drei Jahren anbieten:

1. Philosophenweg 23, Träger Diakonisches Werk
2. Sperberweg 30, Träger: Stadt Oldenburg
3. Ostlandstr. 14, Träger: Kindertagesstätten- und Beratungsverband
4. Dietrichsweg 37, Träger: Kindertagesstätten- und Beratungsverband
5. Kennedystr. 44, Träger: Verein für Kinder
6. Hermannstr. 54, Träger: Verein für Kinder

Die Anmeldung erfolgt jeweils im Januar für das neue Kitajahr ab August über den Link "Kind anmelden" (siehe oben links).

Weitere Informationen erteilt das Amt für Jugend und Familie der Stadt Oldenburg, Frau Galts, Tel. 235-2816